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Medikamente gegen Verstopfung

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Chronische Verstopfung betrifft etwa 16% der Erwachsenen und 33% der über 60-Jährigen, mit erheblichen Auswirkungen auf die Lebensqualität. Moderne Leitlinien empfehlen eine stufenweise Behandlung, beginnend mit Lebensstil- und Ernährungsmaßnahmen (Flüssigkeit, Ballaststoffe, Bewegung), dann quellstoffhaltige Abführmittel, gefolgt von osmotischen und stimulierenden Laxanzien, mit neueren Sekretagoga für therapieresistente Fälle. Der MedsBase Verstopfungsmedikamente-Katalog führt das gesamte pharmakologische Spektrum, geliefert von WHO-GMP-zertifizierten Herstellern.

Osmotische Laxanzien — First-Line-Pharmakotherapie. Lactulose (ein nicht resorbierbares Disaccharid, das Wasser in den Dickdarm zieht und von Bakterien zu osmotisch aktiven kurzkettigen Fettsäuren metabolisiert wird — senkt auch Ammoniak bei hepatischer Enzephalopathie) ist erhältlich als Duphalac Sirup. Wirkeintritt nach 24–48 Stunden; Dosistitration (Beginn mit 15 ml täglich, Steigerung auf 15 ml zweimal täglich) basierend auf Stuhloutput. Macrogol / Polyethylenglykol (PEG) 3350 — besser verträglich als Lactulose, weniger Blähungen — ist erhältlich als Movicol Beutel. Ein Beutel in Wasser auflösen, 1–3 Beutel täglich möglich.

Stimulierende Laxanzien — für Kurzzeitanwendung oder als Add-on. Bisacodyl 5 mg (stimuliert direkt die Kolonperistaltik) ist erhältlich als Dulcoflex. Abends einnehmen für morgendliche Darmentleerung (Wirkeintritt 6–12 Stunden). Nützlich für Darmvorbereitung vor Eingriffen, postoperative Verstopfung, opioidinduzierte Obstipation. Cremalax (Kombinationspräparat aus pflanzlichen und abführenden Wirkstoffen) als Cremalax. Langfristige tägliche Anwendung stimulierender Laxanzien (Monate/Jahre) wurde früher mit “trägem Darm” in Verbindung gebracht — moderne Studien unterstützen dies nicht, aber Quell- und osmotische Laxanzien bleiben bevorzugt für chronische Anwendung.

Lubiproston — für therapieresistente IBS-C und chronische idiopathische Verstopfung. Lubiproston (ein Chloridkanal-2-Aktivator, der die intestinale Flüssigkeitssekretion stimuliert) ist von der FDA zugelassen für chronische idiopathische Verstopfung, IBS-C (bei Frauen) und opioidinduzierte Verstopfung. Einnehmen: 24 mcg zweimal täglich mit Nahrung (niedrigere 8 mcg Dosis für IBS-C bei Frauen). Vorrätig als Lubowel 24. Nebenwirkung: Übelkeit (kann durch Einnahme mit Nahrung gemildert werden).

Prucaloprid – selektiver 5-HT4-Agonist bei chronischer Verstopfung. Prucaloprid 2 mg täglich ist ein selektiver 5-HT4-Rezeptoragonist, der die Kolonmotilität stimuliert – nützlich bei chronischer Verstopfung, die auf Abführmittel nicht anspricht. Vorrätig als Pruvict. Besserer kardialer Sicherheitsprofil als ältere 5-HT4-Agonisten (Cisaprid, Tegaserod). Besonders nützlich bei opioidinduzierter und altersbedingter Verstopfung.

Pflanzliche Begleittherapien. Die Himalaya Herbolax-Formulierung (enthält Trivanga Bhasma, Kasani, Sat Isabgol – Psylliumschalen-Äquivalent und andere pflanzliche Inhaltsstoffe) bietet Ballaststoffe + milde stimulierende Wirkung. Vorrätig als Herbolax.

Wie Sie auswählen. Leichte Verstopfung ohne Risikofaktoren → zuerst Lebensstiländerungen (Ballaststoffe 25–30 g/Tag, Flüssigkeit 1,5–2 L/Tag, regelmäßige Bewegung), dann Quellmittel (Psyllium / Methylcellulose). Unzureichende Wirkung → osmotisches Laxans (Lactulose oder PEG/Macrogol). Zusatz bei Durchbruch → Stimulans (Bisacodyl). Chronisch therapieresistent → Lubiproston oder Prucaloprid. Opioidinduziert → zuerst osmotisch + stimulierend; spezifische Opioidantagonisten (Naloxegol, Methylnaltrexon) falls verfügbar. Ältere mit multiplen Medikationen → Polypharmazie überprüfen (Anticholinergika, Opioide, Kalziumkanalblocker, Eisen) auf verstopfungsfördernde Wirkstoffe.

Wichtig. Neu auftretende Verstopfung bei Erwachsenen über 50 (besonders mit Gewichtsverlust, rektalen Blutungen, familiärer Darmkrebsbelastung oder wechselndem Stuhlverhalten) erfordert Abklärung auf kolorektalen Karzinom statt empirischer Laxanzien – Hausarzt für FIT-Test oder Koloskopie-Überweisung konsultieren. Starke Bauchschmerzen, Erbrechen oder absolute Verstopfung (kein Wind- oder Stuhlabgang) deuten auf Darmverschluss hin und sind ein Notfall. Schwangerschaft: Quellmittel, Lactulose und Macrogol sind First-Line; Stimulanzien nur kurzfristig. Kinder: PEG mit Elektrolyten (PEG 4000 / Macrogol mit Elektrolyten) ist moderne First-Line-Therapie.

Alle MedsBase Verstopfungsmittel werden versandt von WHO-GMP-zertifizierten Herstellern mit diskreter Verpackung und sind abgedeckt durch unser Reshipment Assurance Policy.