Migräne betrifft etwa 12 % der Erwachsenen weltweit, wobei Frauen dreimal häufiger betroffen sind als Männer. Die moderne Behandlung verfolgt zwei parallele Strategien: die akute/abortive Behandlung einzelner Anfälle und die prophylaktische Behandlung zur Reduzierung der Häufigkeit bei Patienten mit häufigen Anfällen. Der MedsBase Migräne-Behandlungskatalog führt das gesamte Sortiment — siehe auch unsere umfassendere Migränebehandlung Kategorie für Begleitmedikamente. Alle Produkte werden geliefert von WHO-GMP-zertifizierten Herstellern.
Triptane — abortive Erstlinientherapie bei mittelschweren bis schweren Anfällen. Triptane (5-HT1B/1D-Agonisten) beenden Migräneattacken durch Umkehrung der trigeminovaskulären Kaskade. Bei ersten Anzeichen einer Kopfschmerzattacke einnehmen — die Wirksamkeit nimmt bei verzögerter Einnahme deutlich ab. Sumatriptan (das ursprüngliche Triptan, in oraler und nasaler Form) ist erhältlich als Sumitop und Suminat. Rizatriptan (schnellerer Wirkungseintritt, ODT-Formulierung) als Rizact und Rizatop. Zolmitriptan (orale und nasale Optionen) als Zolmist Nasal Spray (nützlich für Patienten mit Erbrechen) und Zolitas ODS. Naratriptan (langsamerer Wirkungseintritt, längere Wirkdauer — nützlich zur Prophylaxe von Menstruationsmigräne) als Anaridex. Triptan-Kombination mit NSAID (Sumatriptan + Naproxen, manchmal mit Koffein) als Headset. Begrenzen Sie die Einnahme auf ≤ 10 Triptan-Dosen pro Monat, um medikamenteninduzierte Kopfschmerzen zu vermeiden. Kontraindikationen: ischämische Herzerkrankung, unkontrollierter Bluthochdruck, Schlaganfall oder TIA in der Vorgeschichte, hemiplegische Migräne.
NSAR und Adjuvanzien bei leichten bis mittelschweren Attacken. Naproxen 500 mg (längere Halbwertszeit als Ibuprofen — nützlich bei Migräneattacken) ist erhältlich als Naprosyn. NSAR allein können bei leichten Attacken ausreichen; können bei unzureichendem Triptan-Ansprechen mit einem Triptan kombiniert werden. Selektive COX-2-Alternativen sind in unserem Schmerzmittel Kategorie.
Migräneprophylaxe — bei häufigen Attacken (≥ 4 pro Monat) oder behindernden Attacken. Betablocker sind die am besten evidenzbasierten prophylaktischen Wirkstoffe: Propranolol ist das Standardpräparat, erhältlich als Inderal und das langwirksame Inderal LA für die einmal tägliche Einnahme. Antikonvulsiva: Topiramat (Topicon — auch unter Epilepsie gelistet) und Natriumvalproat (Encorate Chrono — bei Frauen im gebärfähigen Alter aufgrund der Teratogenität vermeiden) sind Second-Line. Der Kalziumkanalblocker Flunarizin (eine einmal täglich abends einzunehmende Tablette, langfristig gut verträglich, kann aber Gewichtszunahme und selten Depressionen verursachen) als Sibelium. Topiramat als Topicon. Sumatriptan- und Naratriptan-Kurzzeitprophylaxe kann bei menstrueller Migräne eingesetzt werden.
Sonstiges. Leemigran ist ein Kombinationspräparat aus Ergotamin und Koffein, das noch bei ausgewählten Patienten eingesetzt wird, bei denen Triptane kontraindiziert oder nicht verfügbar sind.
Wie Sie auswählen. Leichte Attacke → NSAR (Naproxen, Ibuprofen) ± Antiemetikum. Mittelstarke bis schwere Attacke → Triptan; Triptan wechseln oder NSAR hinzufügen, wenn das erste Triptan versagt. Erbrechen → nasales Triptan (Zolmist), ODT-Triptan (Zolitas, Rizact ODT) oder rektales NSAR. Häufige Attacken → tägliche Prophylaxe: Propranolol, wenn kein Asthma/Herzblock vorliegt; Topiramat, wenn Gewichtsabnahme erwünscht; Flunarizin, wenn Betablocker kontraindiziert sind. Therapierefraktäre oder behindernde Attacken → CGRP-Klasse-Biologikum in Betracht ziehen (hier nicht vorrätig; nur Facharzt).
Wichtig. Triptan + SSRI/SNRI-Kombination birgt theoretisch ein Serotoninsyndrom-Risiko — klinisch selten, aber wissenswert. Triptane in der Schwangerschaft vermeiden (begrenzte Sicherheitsdaten; bevorzugt Paracetamol und Lebensstilmaßnahmen). Hemiplegische Migräne und Migräne mit Hirnstammaura sind absolute Kontraindikationen für Triptane. Plötzlich einsetzender Donnerschlagkopfschmerz, Kopfschmerz mit neurologischem Defizit, Fieber und Nackensteifigkeit oder neues Kopfschmerzmuster nach dem 50. Lebensjahr erfordern eine ärztliche Untersuchung am selben Tag statt Selbstbehandlung.
Alle MedsBase Migränebehandlungsprodukte werden versandt von WHO-GMP-zertifizierten Herstellern mit diskreter Verpackung und sind abgedeckt durch unser Reshipment Assurance Policy.
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