Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) wird am häufigsten durch Morbus Basedow (autoimmun vermittelte TSH-Rezeptor-Antikörper), toxischen multinodulären Kropf oder solitäres toxisches Adenom verursacht. Symptome sind Gewichtsverlust bei normalem/gesteigertem Appetit, Herzklopfen, Zittern, Hitzeintoleranz, Angst, häufiger Stuhlgang und (bei Morbus Basedow) Augensymptome (Exophthalmus, Lidverzögerung, Ophthalmopathie). Der MedsBase-Katalog für Schilddrüsenüberfunktion führt die Thionamid-Antithyreotika, die die Schilddrüsenperoxidase blockieren und die Hormonsynthese reduzieren.
Gelagerte Optionen. Methimazol (das moderne bevorzugte Thionamid — einmal tägliche Dosierung, weniger hepatotoxisch als Propylthiouracil außer im ersten Schwangerschaftstrimester und bei thyreotoxischer Krise) ist vorrätig als Methimez. Carbimazol (das Prodrug von Methimazol, weit verbreitet in UK/Europa/Indien/Asien) als Neomercazole.
Anwendungshinweise. Initialdosis bei moderatem Morbus Basedow: Methimazol 15–30 mg täglich oder Carbimazol 20–40 mg täglich, titriert basierend auf TSH und freiem T4, gemessen alle 4–6 Wochen. Die meisten Patienten erreichen innerhalb von 6–12 Wochen einen euthyreoten Zustand. Langzeitoptionen: Fortsetzung der Antithyreotika für 12–18 Monate (40% Remissionsrate nach Absetzen bei Morbus Basedow), Radiojodtherapie (definitiv, verursacht aber permanente Hypothyreose) oder chirurgische Thyreoidektomie. Betablocker (Propranolol — siehe Herz & Blutdruck) zur symptomatischen Kontrolle von Herzklopfen, Zittern und Angst während des Wartens auf die Wirkung der Antithyreotika.
Wichtig. Verpflichtende Basisuntersuchung von Blutbild (FBC) und Leberfunktionstests (LFTs) vor der Behandlung. Antithyreotika verursachen in 0,1–0,5% der Patienten eine Agranulozytose (typischerweise innerhalb von 90 Tagen, höheres Dosisrisiko) — plötzliches Fieber, Halsschmerzen, Mundgeschwüre erfordern sofortiges Blutbild und Behandlungsabbruch bei Neutropenie. Hepatotoxizität — Propylthiouracil mehr als Methimazol; LFT-Überwachung während der frühen Behandlung. Schwangerschaft: Propylthiouracil im ersten Trimester bevorzugt (weniger teratogen — Methimazol-induzierte Aplasia cutis und Choanalatresie), dann Wechsel zu Methimazol im zweiten Trimester. Subakute Thyreoiditis zeigt sich mit Hyperthyreose, spricht aber NICHT auf Antithyreotika an (NSAR und Betablocker sind angebracht; Schilddrüsenszintigraphie hilft bei der Differenzierung). Alle MedsBase-Produkte werden versandt von WHO-GMP-zertifizierten Herstellern und sind abgedeckt durch unser Reshipment Assurance Policy.









