Übelkeit und Erbrechen haben viele Ursachen — chemotherapieinduziert (CINV), postoperativ (PONV), Reisekrankheit, Gastroenteritis, vestibuläre Erkrankung, Migräne, Schwangerschaft und Gastroparese. Moderne Antiemetika zielen auf verschiedene Rezeptoren ab (5-HT3, D2, H1, NK1) und die Anpassung des Wirkstoffs an die Ursache liefert die beste Wirkung. Der MedsBase Übelkeitsbehandlungskatalog führt alle wichtigen Wirkstoffklassen, geliefert von WHO-GMP-zertifizierten Herstellern.
5-HT3-Antagonisten — First-Line für CINV und PONV. Ondansetron ist der Goldstandard für chemotherapieinduzierte und postoperative Übelkeit und eine nützliche Option bei schwerem gastroenteritisbedingtem Erbrechen. Verfügbar als Ondem Tabletten, Ondem MD orodispersibel (für erbrechende Patienten), Ondem Injection für IV/IM-Anwendung und die Markenalternativen Onford und Emeset 4 ODT. Granisetron (längere Halbwertszeit, Einzeldosis-CINV-Abdeckung) als Granicip. Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Verstopfung, QT-Verlängerung bei hohen Dosen (bei Patienten mit langem QT-Intervall vermeiden).
D2-Antagonisten — nützlich bei Migräne, Gastroparese und postoperativ. Metoclopramid (D2-Antagonist mit prokinetischer Wirkung — beschleunigt die Magenentleerung, besonders nützlich bei migränebedingter Übelkeit, diabetischer Gastroparese, postoperativem Ileus) als Metopar. Prochlorperazin (phenothiazinischer D2-Antagonist — besonders nützlich bei Schwindel, Migräne, Hyperemesis gravidarum) als Stemetil MD orodispersibel. Domperidon (peripherer D2-Antagonist — bei funktioneller Dyspepsie und Gastroparese) als Dompewal Tablet und die antimotilitätskombinierte Vomistop. Sowohl Metoclopramid als auch Domperidon sind jetzt zeitlich begrenzt (5 Tage Metoclopramid, 7 Tage Domperidon bei Erwachsenen) gemäß EMA-/FDA-Richtlinien — tardive Dyskinesie bzw. QT-Verlängerung.
Antihistaminika — bei Reisekrankheit und vestibulärer Übelkeit. Promethazin (H1-Antagonist mit starken anticholinergen und sedierenden Effekten — nützlich bei Reisekrankheit und Schwangerschaftsübelkeit) als Avomine. Doxylamin + Pyridoxin (die FDA-zugelassene First-Line-Kombination bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft) als Doxinate und Pregnidoxin NU.
Kombinationssets. The Medizinischer Notfallkoffer Bündel gängiger Akutmedikamente einschließlich Antiemetika für Reisen und unerwartete Erkrankungen.
Wie Sie auswählen. Chemotherapie-/postoperative/schwere Gastroenteritis-Übelkeit → Ondansetron 4–8 mg oral oder ODT, nach 8 Stunden wiederholen. Schwangerschaftsübelkeit → Doxylamin + Pyridoxin als First-Line; Promethazin oder Ondansetron bei therapieresistenten Fällen (Facharztberatung). Reisekrankheit → Cinnarizin, Promethazin oder Hyoscin-Pflaster (siehe Reisekrankheitstabletten). Migränebedingte Übelkeit → Metoclopramid oder Prochlorperazin zusammen mit Triptan/NSAR. Gastroparese → Metoclopramid als Kurzzeittherapie oder Domperidon zeitlich begrenzt. Schwindel → Prochlorperazin, Betahistin.
Wichtig. Anhaltende Übelkeit/Erbrechen (mehr als 48 Stunden), Unfähigkeit, Flüssigkeiten bei sich zu behalten, Anzeichen von Dehydrierung (verringerter Urin, Schwindel beim Aufstehen), blutiges Erbrechen, starke Bauchschmerzen, starke Kopfschmerzen oder neue neurologische Symptome erfordern eine dringende medizinische Beurteilung statt Selbstmedikation. Übelkeit im ersten Trimester der Schwangerschaft ist häufig und meist mild — aber Hyperemesis gravidarum (anhaltendes Erbrechen mit Gewichtsverlust, Ketose, Dehydrierung) erfordert eine Krankenhausbehandlung. Patienten mit langem QT-Intervall, Herzerkrankungen, schweren Elektrolytstörungen und gleichzeitige Einnahme von QT-verlängernden Medikamenten beeinflussen die sicherste Wahl des Antiemetikums.
Alle MedsBase Produkte zur Behandlung von Übelkeit werden versandt von WHO-GMP-zertifizierten Herstellern mit diskreter Verpackung und sind abgedeckt durch unser Reshipment Assurance Policy.














