Kurze Antwort
Lenalid — Lenalidomid 5/10/25 mg (Natco Pharma). Immunmodulatorisches Medikament (IMiD) für multiples Myelom (neu diagnostiziert und rezidivierend/refraktär), 5q-Myelodysplastisches Syndrom und Mantelzelllymphom. Modernes IMiD mit höherer Potenz und weniger Neuropathie/Sedierungs-Nebenwirkungen als Thalidomid.
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⚠️ Facharztüberwachte Krebstherapie — dieses Medikament wird von einem Onkologen oder Hämatologen eingeleitet, überwacht und abgesetzt. Die Dosierung hängt von Tumortyp, Stadium, Körperoberfläche, Organfunktion und Begleittherapie ab. Eine Selbstbehandlung ist nicht angebracht; die folgenden Informationen dienen der Aufklärung und unterstützen informierte Gespräche mit Ihrem Facharzt.
Alle IMiDs sind stark teratogen (Thalidomid am bekanntesten — Phokomelie). Obligatorisches Schwangerschaftspräventionsprogramm (REMS/iCare-Äquivalent): Schwangerschaftstests vor, während und nach der Therapie; zwei wirksame Verhütungsmethoden; Beratung für beide Partner; kein Blutspenden während der Therapie oder für 4 Wochen danach. Bereits eine Dosis während der Schwangerschaft kann schwere Fehlbildungen verursachen.
IMiDs bergen ein deutlich erhöhtes Risiko für tiefe Venenthrombosen und Lungenembolien, insbesondere in Kombination mit Kortikosteroiden oder Doxorubicin. Obligatorische Thromboseprophylaxe: niedrig dosiertes Aspirin (geringes Risiko) oder NMH/Warfarin/DOAC (Patienten mit höherem Risiko). Fachärztlich festgelegt.
Alle IMiDs verursachen Myelosuppression — Neutropenie, Thrombozytopenie, Anämie. Wöchentliches Blutbild zu Beginn; monatlich während der Erhaltungstherapie. Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz (insbesondere Lenalidomid — signifikante renale Akkumulation).
Häufig gestellte Fragen
Wann wird dies angewendet?
Immunmodulatorisches Medikament (IMiD) für multiples Myelom (neu diagnostiziert und rezidivierend/refraktär), 5q-Myelodysplastisches Syndrom und Mantelzelllymphom. Modernes IMiD mit höherer Potenz und weniger Neuropathie/Sedierungs-Nebenwirkungen als Thalidomid.
Wie wird es eingenommen?
Einmal täglich, typischerweise in Zyklen (z.B. 21 Tage Einnahme, 7 Tage Pause bei Lenalidomid). Spezifische Dosis und Schema sind mylomspezifisch (Rd, RVd, KRd usw.). Fachärztlich festgelegt nach Tumoransprechen und Verträglichkeit.
Schwangerschaftsverhütung?
Verpflichtendes Programm: monatliche Schwangerschaftstests, zwei wirksame Verhütungsmethoden, Partnerverhütung, Beratung. Bereits eine Dosis während der Schwangerschaft verursacht schwere Fehlbildungen. Keine Blutspende während der Therapie oder für 4 Wochen nach Absetzen.
Häufige Nebenwirkungen?
IMiD-Klasse: VTE, Müdigkeit, Hautausschlag, GI (Verstopfung, Durchfall), Myelosuppression. Lenalidomid: weniger Neuropathie als Thalidomid. Pomalidomid: oft besser verträglich als Thalidomid; nierenfreundlich. Thalidomid: periphere Neuropathie, Sedierung.
Medikamenteninteraktionen?
Antikoagulanzien — Anpassung basierend auf VTE-Prophylaxestrategie. Digoxinspiegel können ansteigen. Erythropoetin-Wirkstoffe + IMiD — erhöhtes Thromboserisiko; nur mit obligatorischer Thromboprophylaxe anwenden.
Nierenfunktionsüberwachung?
Lenalidomid: Dosisanpassung nach CrCl (signifikante renale Akkumulation). Pomalidomid: geringere renale Wirkung, aber dennoch überwachen. Thalidomid: renal ausgeschiedener Metabolit — Nierenfunktion überwachen.
Was, wenn ich eine Dosis vergesse?
Einnahme, wenn Sie sich daran erinnern, wenn <12 Stunden verspätet; andernfalls auslassen und fortsetzen — nicht verdoppeln. Onkologieteam benachrichtigen, wenn mehrere Dosen vergessen wurden.
Impfung?
Inaktivierte Impfstoffe OK; Lebendimpfstoffe während der IMiD-Therapie kontraindiziert. Impfungen vor Beginn wenn möglich optimieren.
Langzeitkomplikationen?
IMiD-Therapie: sekundäre Primärmalignome (besonders bei längerer Anwendung), kumulatives VTE-Risiko, Neuropathie (insbesondere Thalidomid).
Wann wird die Behandlung abgebrochen?
Facharztbestimmt: Ansprechdauer, Toxizität, geplante Therapiepause, Übergang zur Erhaltungstherapie. IMiD-Erhaltungstherapie ist jetzt Standard bei Myelom — typischerweise Lenalidomid nach autologer Stammzelltransplantation für 2-3 Jahre oder bis zur Unverträglichkeit fortgesetzt.
Andere Krebsmedikamente
- Xeloda — Capecitabin 500 mg — orales 5-FU-Prodrug für Brust-/Darm-/Magenkrebs
- Altraz — Anastrozol 1 mg — Aromatasehemmer für postmenopausalen Brustkrebs
- Xbira — Abirateron 250 mg — CYP17-Hemmer für metastasierten Prostatakrebs
- Zoldria — Zoledronsäure i.v. — bei Knochenmetastasen und Hyperkalzämie
- Actorise — Darbepoetin alfa — bei chemotherapieinduzierter Anämie
































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